Und schwups war die vierte Runde gespielt. In dieser trafen wir auswärts ohne unseren Kapitän auf die vermeintlich schwächere Auswahl von Bille SC 4. Der gegnerische Mannschaftskapitän begrüßte uns mit größerem Respekt, da wir ein paar Tage zuvor mit 7:1 gewonnen hatten. Während der Partien war von dem Respekt nichts mehr zu spüren, denn es entspann sich ein interessanter Wettkampf mit den üblichen Abwechslungen, wie sie die Bezirksliga zu bieten hat.

Johannes (rechts) am Spitzenbrett tat sich
sichtlich schwer.
Johannes am Spitzenbrett tat sich sichtlich schwer. Nachdem er aus der Eröffnung mit Initiative hervorgegangen war, konnte er sie nicht zu einem Sieg bringenden Angriff verdichten. Vielmehr verteidigte sich sein Gegner geschickt. Im Resultat verblieb Johannes in einem Springerendspiel mit Minusbauern, das er aber sicher zu einem Remis führte.
Der Abend war zu dem Zeitpunkt schon weiter fortgeschritten und zwischenzeitlich hatte auch Oliver unspektakulär den Remishafen angelaufen. Dagegen hatte Reiner am letzten Brett unnötig verloren. Unnötig deshalb, weil er zwischendurch klaren Stellungsvorteil hatte, diesen aber nicht wahrnahm und noch unter die Räder geriet. Tofik kassierte seine erste Saisonniederlage, nachdem sein Gegner mit einem starken Angriff in Tofiks Zeitnot die Entscheidung erzwang.

Tofik kassierte seine erste Saisonniederlage.
Ganz anders hingegen Leon. Er scheint wieder zu einem unaufhaltsamen Sturmlauf anzusetzen. Mit seinem vierten Punkt im vierten Spiel steuerte einen von vier Siegen der Elften bei. Rolf legte sich nach druckvollem Spiel einen Freibauern in einem Damenendspiel zu, den er mit geduldigem und durchdachtem Spiel zur Grundreihe lotste. Wieder eine technisch sehenswerte Aktion von Rolf. Nicht ganz so überzeugend präsentierte sich Christoph bei seinem Bummel über das Schachbrett. Nachdem er in der Eröffnung ein Schnäppchen in Form von Vorteil und Initiative geschossen hatte, ließ er sich im Mittelspiel dann doch noch bereitwillig Tand andrehen. Sein Gegner erkaufte sich dadurch interessante Möglichkeiten für einen Königsangriff. Nun ist aber so, dass auch Christoph über eine veritable Grabbelkiste verfügt, die bei seinem Gegner auf Interesse stieß. Mit dem Erlös ging Christoph in der Victoriastreet einkaufen. Den Abschluss zum verdienten 5:3 Auswärtserfolg bildete der Sieg von Helge.
Überraschenderweise ist die Elfte nun Tabellenführer mit einem halben Brettpunkt Vorsprung auf Diagonale und einem Mannschaftspunkt auf den Favoriten aus Fischbek, der gegen SKJE verlor. Aber keine Aufregung! Die sieben Mannschaftspunkte bilden nicht die Basis für den Aufstieg, sondern dienen einzig zur Beruhigung von unserem Kapitän Kurt, denn nun sollten alle Abstiegsgespenster gebannt sein, oder?!

Im Pokal lief es leider nicht ganz so gut.
Im Pokal lief es leider nicht ganz so gut. Die Mannschaft von NTSV erwies sich als zu ausgebufft. Zwar steuerte Reiner an Brett 4 ein Remis bei und Leon setzte seinen Höhenflug an Brett 3 fort und gewann, jedoch... Aufgrund dieser Konstellation musste noch mindestens ein Punkt her, um in die nächste Runde zu kommen, da bei einem mannschaftlichen Unentschieden die Berliner Feinwertung zugunsten von NTSV ausgefallen wäre. Oliver verlor leider gegen Michael Raddatz, jedoch war Christoph gegen Gerd Putzbach nahe an einem Sieg. Nur, nahe dran reicht eben nicht und Christoph vergeigte seine Stellung noch. Die Elfte flog deshalb mit einem achtbaren 1 ½ : 2 ½ aus dem Pokal. Nächstes Jahr starten wir sicherlich einen neuen Anlauf.